Sieben Tage und sechs Naechte auf der Garden Route – was kann es schoeneres geben? Klar, zwoelf Tage und elf Naechte, aber dafuer war nicht genug Zeit. Also haben wir die vorhandene Zeit gerockt!
War schon eine echt bunte Truppe. Unser Guide, Fahrer, Koch, Geschichtsfreak… fuer die Woche war Maudi. Wenn ihr mich fragt, er hat den richtigen Job gewaehlt. Erst Begegnung war im Aufzug vom Backpacker auf der Longstreet. „Okay guys, who is doing the bungee?“
Erste Feststellung im Bus: „Oh, we are really United Nations here“. Folgende Laender hatten ihre Vertreter geschickt: Fran aus Neuseeland, Shiraz aus Canada, Cathlyn aus den USA, Jori aus den Niederlande, Pablo aus Mexico, Raffi, Beate, Malena, Thera, Sharon und meinewenigkeit aus Deutschland. Letzteres hatte die meisten Deligierten mit sechs an der Zahl.
Erster Stopp: Beertasting. Was kanns besseres geben um die Stimmung aufzulockern? Unnoetig zu sagen, dass das Bier seinen Zweck erfuellt hat, Sharon und ich die Glaeser von anderen mitgeleert haben und danach gleich den richtigen Eindruck hinterlassen haben, weil wir in den Bus gestolpert sind. Das kommt davon, wenn man das Deutsche Reinheitsgebot gewoehnt ist ;)
Danach gings an den southernmostpoint of Africa, Cape Agulhas. Inklusive eines Besuchs beim southernmost Lighthouse, southernmost Toilets and southernmost Hinweisschild. Unnoetig zu sagen, dass wir im southernmost Backpacker genaechtigt haben. Die Fuesse hatten wir im Atlantik (brrr), im Indischen Ozean (waermer als die Lufttemperatur) und im Swimming Pool. Crazy Germans…(uebrigens einer der wirklich chilligsten Backpacker in dem ich bisher gewesen bin!)
Weckdienst hatte am naechsten Morgen die Dusche. Warmes Wasser gab es nur wenn die Wand vibrierte. Das Haus blieb aber stehen und es traf nur einen Teil des Wasserhahns, der mit schoener Regelmaessigkeit auf den Boden donnerte. Wenigstens waren dann alle rechtzeitig wach
Auf dem Weg nach Outshoorn, kurz hinter dem bekannten Ronnies Sex Shop (Google hilft!) sind dann auch endlich die Weicheier vom Vortag ins Wasser gesprungen. Ueberreden musste man sie diesmal nicht. Warum? Das Wasser war warm. Sehr Warm. Warum? Heisse Quellen und so! Die naechsten 15 Stunden standen dann ganz im Zeichen des Ostrich, zu Deutsch Strauss. Erst standen wir auf seinen Eiern, dann sassen wir auf seinem Ruecken, dann assen wir ihn frisch vom Grill, um dann am naechsten Morgen ein Fruehstuecksstraussenei auf dem Teller zu haben. Einhellige Meinung: Mehr Strauss geht nicht! Highlights in diesem Backpacker: Die shameless Toilet. Nur hartgesottene trauten sich auf die mitten in der Nasszelle stehende Toilette. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob sie wirklich aufgesucht wurde
Das wir den Abend ueberlebt haben grenzt wirklich an ein Wunder. Warum? Jori und Pablo haben Sharon und mich in Pool gefordert. Und sobald der Name Sharon ins Spiel kommt heisst es Achtung! Gebt ihr keine Stoecke in die Hand, es koennte gefaehrlich werden
Und hebt saemlicht Hindernisse aus dem Weg ueber die sie drueberfallen koennte! Was mit einem „Let us watch the stars“ begonnen hatte, endete mit dem wohl schlechtesten Poolspiel, das der Backpacker gesehen hat. Wobei, Ziel ist doch zuerst die Schwarze Acht einzulochen, oder?!
Am Dienstag gab es nur ein Gespraechsthema: Wer bekommt meinen Rucksack, meine Chips und meine Kappe wenn ich beim Bungee ….? Aber zuerst ging es in die Tiefe der Cango Caves. Stalagmiten sind die, die stehen, Stalagtiten sind die, die haengen…
Als dann (angekuendigt!) kurzzeitig das Licht ausging, fand ich mit im Klammergriff von Sharon wieder. Gut das mein T-Shirt reissfest ist! ^^ Davon abgesehen eine wirklich sehenswerte Grotte!
Mit steigender Nervoesitaet und ueberhaupt wurde zum Gespraechsthema, wie sich so maches Kinderlied oder die Klingeltonwerbung eigentlich in hollaendisch anhoert. Lachkrampf garantiert! Nachmittags um vier war es dann soweit. Wiegen fuer den Bungeesprung. Mein aktuelles Gewicht kann man auf meiner Hand nachlesen. Kein Kommentar dazu
Ich haette ja nie gedacht, dass ich wirklich springe,…als ich dann aber da unten gehangen habe, wars es einfach nur ayoba! Jederzeit wieder
Videobeweis gibt es uebrigens auch. Mal sehn ob ich es schaffe es hochzuladen. Da faellt mir ein, eigentlich haette ich mir Pablos Video kopieren muessen – da sieht man naemlich wie ich mich richtig schoen blamiere, als der eine Einweiser versucht mich zum tanzen zu bewegen…^^Zum Ausklang des Tages gabs eine Regenwalddusche, Lagerfeuer mit Livemusik und zwei Deutsche auf dem Weg nach PE.
Nachdem Bungee war die Zipline am naechsten Morgen schon fast Kindergarten
Aber macht schon Spass mit hoher Geschwindigkeit ueber Wasserfaelle zu sausen. Vorallem wenn man Sharon dabei hat ;p In dem Quiksilverfactoryshop in Jeffreys Bay hab ich mir dann einen schoenen Winterpulli zugelegt. „I don’t know why the people don’t buy them, they are really warm and nice“ Das erklaert auch den Preis: umgerechnet 15 Euro hab ich bezahlt.
Erst dachten wir Maudi erlaubt sich einen Spass mit uns, als es dann hiess: wir halten jetzt hier, damit ihr euch fuer heute abend eindecken koennt. Da wo wir hinfahren, gibt es naemlich nix! Falscher Film? Nein. Einfach nur eine Orangenfarm in der naehe vom Addo National Park. Mit richtig schoenen Huetten. Und Kanufahren auf dem Fluss. Richtige Abenteurer haelt auch gegen den Strom paddeln nicht ab. Als dann aber unser Boot auf Grund lief, wurde es eine Kanuwalkingtour. Bis zum naechsten querliegenden Baum. Kanu geparkt und weitergings. Resultat: Schuerfwunden am Knie, weil fiese Schlingpflanzen meinen Fuss so toll fanden. Aus ungeklaerten Gruenden fanden wir uns auf dem Rueckweg durch das „Wildwasser“ dann in selbigem wieder. Pablo hat sich gar nicht mehr einbekommen vor lachen, hat es aber trotzdem geschafft die Padel einzufangen. 100 Meter Flussabwaerts hab ich ihn dann wieder eingesammelt.
(Soweit bis hier her, die Tage kommt Teil 2. Muss jetzt aber los! Bilder vom Bungee sind online!)